February 9, 2026

Brandbrief an Merz: Der Mittelstand hat die Nase voll!

Der deutsche Mittelstand verliert endgültig die Geduld – und vor allem das Vertrauen. Was Anfang 2025 noch mit vorsichtiger Hoffnung begann, ist nur wenige Monate später in blankes Entsetzen umgeschlagen. Nun ist es offiziell: Die Wirtschaft glaubt nicht mehr an Friedrich Merz.

Christoph Ahlhaus, Vorsitzender des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) und selbst CDU-Mitglied, hat in einem Brandbrief an Parteichef Merz Klartext gesprochen. Schonungslos, unmissverständlich und ohne die sonst üblichen politischen Floskeln. Der Brief ist ein Alarmruf – und zugleich eine Offenbarung: Selbst die eigenen Leute glauben den Versprechungen aus dem Kanzleramt nicht mehr.

Noch zu Jahresbeginn blickten viele Unternehmer mit „viel Hoffnung“ auf das Ende der Ampel-Politik. Sie erwarteten Entlastung, Planungssicherheit, Bürokratieabbau und eine wirtschaftsfreundliche Kurskorrektur. Neun Monate später ist davon nichts geblieben. Statt Aufbruch herrscht Stillstand, statt Reformen gibt es Durchhalteparolen.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:
64 Prozent der Unternehmen glauben nicht mehr daran, dass Merz seine Zusagen einlöst.
79 Prozent werfen der Regierung vor, sich nicht einmal ernsthaft zu bemühen, die Probleme des Mittelstands anzugehen.

Das ist ein verheerendes Urteil – und es kommt nicht von politischen Gegnern, sondern aus dem Herzen der Wirtschaft und aus den eigenen Reihen der CDU. Der Mittelstand, jahrzehntelang Rückgrat der deutschen Wirtschaft und treuester Partner der Union, fühlt sich getäuscht und im Stich gelassen.

Große Worte, große Ankündigungen, große Auftritte – doch am Ende bleibt nichts als heiße Luft. Die versprochene Wirtschaftswende entpuppt sich als Märchen, erzählt von einem Kanzler, der mehr moderiert als handelt. Die Realität in den Betrieben sieht anders aus: explodierende Energiekosten, lähmende Bürokratie, Steuerlast auf Rekordniveau und eine Politik, die ideologische Projekte über wirtschaftliche Vernunft stellt.

Spätestens jetzt sollte jedem klar sein: Das ist das wahre Gesicht der sogenannten Wirtschaftspartei CDU. Egal ob Scholz oder Merz – das Altparteienkartell liefert unterschiedliche Gesichter, aber immer dieselbe Politik. Eine Politik, die Leistung bestraft, Unternehmertum misstraut und glaubt, Wohlstand lasse sich per Verordnung sichern.

Die Geduld des Mittelstands ist aufgebraucht. Vertrauen verspielt man nur einmal. Und genau das ist geschehen.

So bitter es ist: Dieser Brandbrief kommt spät – vielleicht zu spät. Doch er zeigt unmissverständlich, dass selbst treue Unterstützer der Union die Nase voll haben. Der wirtschaftspolitische Offenbarungseid ist da.

Deutschland braucht keine neuen Ankündigungen, sondern einen echten Kurswechsel. Denn eines hat die Geschichte immer wieder gezeigt: Sozialistische Experimente – egal unter welchem Parteinamen – funktionieren nicht. Niemals.

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