January 15, 2026

„Ich drehe durch!“ – Dieter Bohlen ruft Alice Weidel an und sorgt für politisches Erdbeben: Poptitan fordert Ende der Brandmauer

Es gibt Nachrichten, die man zweimal lesen muss, um sie zu glauben. Und dann gibt es Nachrichten, die das Potenzial haben, die politische Landschaft eines Landes nachhaltig zu verändern. Was sich in den letzten Tagen hinter den Kulissen abgespielt hat, gehört definitiv in die zweite Kategorie. Dieter Bohlen, der Mann, der seit Jahrzehnten die deutsche Unterhaltungsbranche dominiert und eigentlich als politisch neutral galt, hat zum Hörer gegriffen. Doch am anderen Ende der Leitung war nicht etwa RTL, sondern Alice Weidel, die Co-Vorsitzende der AfD.

Ein Anruf mit der Wucht eines Vulkanausbruchs

„Kaum zu glauben, aber es passiert wirklich“, berichten Insider. Bohlen, bekannt für seine direkte Art, fackelte nicht lange. Noch bevor Weidel richtig begrüßen konnte, brach es aus dem 71-Jährigen heraus: „Ich drehe durch!“

Der Auslöser für Bohlens Wutausbruch scheint die aktuelle mediale und politische Lage zu sein. Nach einem Interview mit der BILD-Zeitung fühlte er sich missverstanden und von der Presse zerrissen. Dass er nun ausgerechnet das Gespräch mit der Frau sucht, die vom politischen Establishment isoliert wird, ist mehr als nur eine Trotzreaktion. Es ist ein Statement.

Innerhalb weniger Sekunden waren sich der Poptitan und die Oppositionsführerin einig: Der Kurs der aktuellen Regierung und insbesondere die Strategie von CDU-Chef Friedrich Merz führen in die Sackgasse. „Man darf die Leute nicht veräppeln“, schimpfte Bohlen. Angesichts von Umfragewerten, die die AfD bei zeitweise 27 Prozent sahen, sei es realitätsfern, sie als Randerscheinung abzutun. „Obwohl ein Drittel des Landes für sie ist“, so Bohlen, werde so getan, als sei die Partei irrelevant.

Bohlens Abrechnung mit Merz und der SPD

Besonders hart ging Bohlen mit der Union und ihrem Kanzlerkandidaten ins Gericht. Friedrich Merz lasse sich von der SPD „vorführen wie ein Schuljunge“. Dass die Sozialdemokraten trotz historisch schlechter Umfragewerte von 12 bis 13 Prozent in der Koalition den Ton angeben würden, bezeichnete Bohlen als „Kindergarten“.

„Der Mann hat mehr Stimmen geholt, aber die SPD bestimmt, wo es lang geht“, analysierte Bohlen messerscharf. Für ihn ist die sogenannte Brandmauer zur AfD nicht nur ein politisches Instrument, sondern „völlig absurd“. Veränderung, so seine Überzeugung, sei nur möglich, wenn man die Partei einbeziehe, die mittlerweile in weiten Teilen der Bevölkerung den größten Rückhalt genieße.

Alice Weidel, die am anderen Ende der Leitung zunächst überrascht wirkte, stimmte ihm zu. „Genau das sagen wir seit Jahren“, bestätigte sie. Die CDU kopiere AfD-Themen für den Wahlkampf, um nach der Wahl wieder linke Politik zu machen. „Das ist Verrat am Wähler“, so das Fazit des Gesprächs.

Kritik an der Regierung: „Ein einziger Witz“

Bohlen beließ es nicht bei Kritik an der Opposition. Seine Worte zur Ampel-Regierung waren vernichtend. „Diese Regierung ist doch ein einziger Witz“, wetterte er. Versprechen zur Begrenzung der Migration, zur Entlastung des Mittelstands – alles gebrochen. Stattdessen sieht er eine Politik, die gegen die Interessen der Bürger arbeitet.

Besonders Arbeitsminister Hubertus Heil und Außenministerin Annalena Baerbock bekamen ihr Fett weg. Heils Pläne würden den Mittelstand zerstören, jene Leute also, „die jeden Tag aufstehen, Steuern zahlen und Arbeitsplätze schaffen“. Und Baerbocks Aussage, Russland bleibe für immer unser Feind? Für Bohlen unfassbar: „Früher hätte man so jemanden nach drei Tagen rausgeschmissen.“

Keine Angst vor Cancel Culture

Der wohl brisanteste Moment des Telefonats war Bohlens Bekenntnis zur Meinungsfreiheit und gegen ein AfD-Verbot. „Verbote sind der allerletzte Dreck“, sagte er unmissverständlich. In einer Demokratie müsse der Wählerwille akzeptiert werden.

Als Weidel ihn darauf hinwies, wie mutig diese Aussagen seien („Dieter, wenn du das wirklich so meinst, dann bist du mutiger als 90% der Leute da draußen“), lachte Bohlen nur sein typisches, raues Lachen. Er sei 71, habe alles erreicht und finanziell ausgesorgt. „Was sollen die linken Nichtregierungsorganisationen machen? Mich aus der DSDS-Jury werfen?“ Seine Haltung ist klar: Er lässt sich den Mund nicht verbieten.

Ein Domino-Effekt bei den Promis?

Interessanterweise scheint Bohlen mit seiner Meinung nicht mehr allein zu sein. Auch Verona Pooth, Bohlens Ex-Partnerin, schlug in jüngsten Interviews überraschend kritische Töne an. Sie beklagte die sinkende Sicherheit für Frauen im öffentlichen Raum und warf der Politik vor, an der Lebensrealität vorbeizuregieren.

Wenn Prominente dieses Kalibers, die jahrelang als unpolitisch oder mainstream-konform galten, plötzlich aus der Reihe tanzen, deutet das auf eine massive Verschiebung in der gesellschaftlichen Stimmung hin. „Wenn ausgerechnet Dieter Bohlen […] sagt: ‘Ihr habt recht und die anderen lügen’, dann bröckelt das ganze System“, heißt es in dem Bericht.

Merz der Lüge bezichtigt

Ein weiteres Detail, das Bohlen enthüllte: Er habe auch mit Friedrich Merz telefoniert. Doch dieses Gespräch endete in einer Enttäuschung. Man habe intensiv über Themen wie den Ukraine-Krieg, Steuern und Politik gesprochen. Doch am nächsten Tag behauptete Merz bei „Maischberger“, sie hätten lediglich über Musik geredet. Für Bohlen eine klare Lüge. Will Merz dem Poptitan die politische Kompetenz absprechen? Oder hat er Angst, mit Bohlens Ansichten in Verbindung gebracht zu werden?

Fazit: Bohlen als Stimme des „kleinen Mannes“?

Dieter Bohlen analysiert Politik nicht wie ein Politikwissenschaftler, sondern wie ein Talent-Scout. Er schaut auf „Leistung, Klarheit und Charakter“, nicht auf das Parteibuch. Über Weidel sagte er, sie sei eine Frau, die „nicht herumlabert“, sondern Dinge beim Namen nennt. Haltung, Tempo, Verstand – das vermisst er bei den Etablierten.

Am Ende des Gesprächs mit Weidel äußerte Bohlen einen Wunsch, der fast schon prophetisch klingt: Sollte die AfD jemals regieren, wolle er eingeladen werden. Nicht als Minister, sondern als Gast. Um zu sehen, ob sie es besser machen.

Ob Bohlen nun „gecancelt“ wird oder zum Symbol einer neuen Offenheit wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur: Dieses Telefonat hat das Potenzial, die politische Debatte in Deutschland neu zu entfachen.

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