January 16, 2026

Eine Abrechnung, die Berlin erschüttert – Sarrazins bitterer Rundumschlag gegen Klingbeil und die SPD

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Berlin erlebt erneut ein politisches Beben. Thilo Sarrazin, einst SPD-Mitglied, Ex-Bundesbanker und einer der umstrittensten politischen Intellektuellen des Landes, hat mit einer schonungslosen Abrechnung gegen SPD-Chef Lars Klingbeil die nächste Eskalationsstufe gezündet. Was Sarrazin jetzt öffentlich macht, liest sich wie ein Protokoll politischer Arroganz – und wie eine Generalanklage gegen die Führung einer Partei, die aus seiner Sicht den Bezug zur Realität längst verloren hat.

„Zwölf Stunden Ignoranz“ – ein Parteiverfahren als Machtdemonstration

Im Zentrum der Vorwürfe steht ein Parteiverfahren, das Sarrazin bis heute als Sinnbild für die innere Verfassung der SPD beschreibt. Zwölf Stunden habe er dort gesessen, so Sarrazin, während Lars Klingbeil – Parteichef und Gesicht der modernen SPD – ihn konsequent ignorierte. Kein Gespräch, kein Austausch, kein Interesse. Stattdessen: der Blick aufs Handy, Ablenkung, demonstrative Gleichgültigkeit.

Für Sarrazin ist das mehr als eine persönliche Kränkung. Es sei, so sagt er, „die pure Arroganz der Macht“. Ein Parteivorsitzender, der nicht mehr zuhört. Eine Führung, die Kritik nicht widerlegt, sondern aussitzt. Und eine Partei, die sich lieber abschottet, als sich unbequemen Fragen zu stellen.

„Große Heuchelei und Unwahrheit“ – Sarrazins Angriff auf die Migrationsdebatte

Noch schärfer wird Sarrazin, wenn er über das spricht, was ihn seit Jahren umtreibt: die deutsche Migrationspolitik. Er wirft der politischen Klasse – allen voran der SPD – „große Heuchelei und Unwahrheit“ vor. In der öffentlichen Debatte werde so getan, als seien alle Migranten gleich, als gebe es keine Unterschiede in Bildungsstand, Integrationsfähigkeit oder kultureller Prägung.

Sarrazin widerspricht dieser Sicht frontal. Wer behaupte, Migration sei per se ein Gewinn, verschließe bewusst die Augen vor statistischen Realitäten, sozialen Spannungen und langfristigen Folgen. Seine Kritiker hätten ihn jahrelang diffamiert, ausgegrenzt und moralisch verurteilt – doch die Entwicklung gebe ihm, so Sarrazin, heute recht.

„Meine schlimmsten Prognosen wurden übertroffen“

Besonders brisant: Sarrazins Warnung, dass selbst seine umstrittenen Prognosen von früher mittlerweile „weit übertroffen“ worden seien. Probleme bei Bildung, innerer Sicherheit und sozialem Zusammenhalt hätten sich nicht abgeschwächt, sondern verschärft. Die Politik habe versagt – nicht aus Unwissen, sondern aus Angst vor der Wahrheit.

Die SPD, sagt Sarrazin, verleugne diese Realität bis heute. Statt Probleme offen zu benennen, flüchte sie sich in Schlagworte, moralische Überheblichkeit und Selbstinszenierung. Kritik werde nicht diskutiert, sondern delegitimiert.

Klingbeil als Symbol – und als Totengräber?

Am Ende richtet sich Sarrazins Zorn erneut auf Lars Klingbeil. Für ihn ist der SPD-Chef nicht nur Teil des Problems, sondern dessen personifiziertes Symbol. Ein Politiker, der lieber verwaltet als führt, lieber ignoriert als argumentiert. Sarrazins Urteil fällt vernichtend aus: Klingbeil sei dabei, die SPD endgültig von der Lebensrealität vieler Bürger zu entfremden – und werde so zum „Totengräber“ einer einst stolzen Volkspartei.

Ein Abgesang mit Sprengkraft

Ob man Sarrazin zustimmt oder nicht – seine Abrechnung entfaltet Sprengkraft. Sie legt offen, wie tief die Gräben innerhalb der deutschen Politik verlaufen, wie wenig Dialogbereitschaft noch existiert und wie groß die Kluft zwischen öffentlicher Rhetorik und erlebter Realität geworden ist.

Diese Enthüllung ist mehr als ein persönlicher Frustausbruch. Sie ist ein bitterer Abgesang auf eine politische Kultur, die Kritik nicht mehr aushält – und ein Warnruf an eine Partei, die sich weigert, in den Spiegel zu schauen.

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