February 2, 2026

Über 60 Prozent im ersten Wahlgang: AfD-Kandidat wird Bürgermeister von Altenberg

Im ersten Wahlgang für den Bürgermeisterposten in Altenberg konnte der AfD-Kandidat André Barth über 60 Prozent der Stimmen erreichen. Damit ist er bereits zum Bürgermeister gewählt.

Am Sonntag konnte die sächsische AfD im bekannten Wintersportort Altenberg im Erzgebirge einen deutlichen Sieg bei der Wahl des Bürgermeisters der Stadt erringen. Bereits im ersten Wahlgang holte ihr Kandidat André Barth, der gleichzeitig auch Landtagsabgeordneter ist, über 60 Prozent der Stimmen und ist somit gewählter Bürgermeister. So holte Barth, der bereits jetzt als kommissarischer Bürgermeister der Stadt agiert, bei der Wahl 61,3 Prozent der Stimmen.

Auf dem zweiten Platz landete unterdessen die parteilose Kandidatin Johanna Franz. Steffen Götze von der Wählervereinigung Geising konnte 7,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, während zwei weitere Einzelkandidaten auf 4,9 und 4,4 Prozent der Stimmen kamen. Die Wahlbeteiligung lag bei, für eine Bürgermeisterwahl bemerkenswerten, 70,8 Prozent.

Der bisherige gewählte Bürgermeister der Stadt, Markus Wiesenberg von der CDU, hatte Mitte vergangenen Jahres überraschend seinen Rücktritt erklärt – die Kommune steckt in einer schwierigen Haushaltslage, dazu kam auch noch Uneinigkeit im Stadtrat, wo die AfD die stärkste Kraft stellt. Durch den Rücktritt wurde die Wahl am Sonntag notwendig.

Es ist zwar nicht das erste Mal, dass ein AfD-Bürgermeister in Sachsen gewählt wird – dennoch ist es bislang äußerst selten vorgekommen: In der Mittelstadt Pirna wurde etwa Ende 2023 mit Tim Lochner ein Kandidat mit Unterstützung der AfD auf den Posten des Oberbürgermeisters gewählt. Auch in der Kleinstadt Großschirma wurde bei der Bürgermeisterwahl 2024 mit Rolf Weigand ein AfD-Kandidat gewählt.

Immer wieder kommt die nach Umfragen bundesweit stärkste Partei in Stichwahlen um solche kommunalen Ämter. Dort scheitert der AfD-Kandidat jedoch meist daran, dass die anderen großen Parteien sich hinter dem Gegenkandidaten versammeln – das hat sich nun auch in Altenberg nicht bewahrheitet. Bundesweit kamen deshalb Glückwünsche durch AfD-Funktionäre, etwa durch Co-Bundeschefin Alice Weidel. Sie schrieb auf X: „Herzlichen Glückwunsch an André Barth der in Altenberg, in der wunderschönen Sächsischen Schweiz, die Wahl zum Bürgermeister für sich entscheiden konnte!“

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