February 2, 2026

Peter Hahne rechnet ab: „Das Volk wird für blöd erklärt“ – Schwere Vorwürfe gegen Markus Lanz und das ZDF wegen Manipulation und politischer Einflussnahme!

Es gibt Momente, in denen die Fassade der medialen Inszenierung bröckelt und den Blick freigibt auf das raue Mauerwerk der Macht dahinter. Ein solcher Moment ereignete sich jüngst, als Peter Hahne, selbst jahrzehntelang eines der bekanntesten Gesichter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, in einer Schärfe wie selten zuvor mit seinem ehemaligen Arbeitgeber und der politischen Elite des Landes ins Gericht ging. Was Hahne in einem aktuellen Interview enthüllt, ist keine bloße Medienkritik – es ist eine Abrechnung mit einem System, das seiner Meinung nach die Kontrolle über das Narrativ verloren hat und nun zu Mitteln greift, die in einer Demokratie nichts zu suchen haben.

Der Vorwurf: Manipulation und Zensur zur besten Sendezeit

Im Zentrum der Kritik steht eine Ausgabe der Talkshow von Markus Lanz. Der Vorwurf wiegt schwer: Aussagen seien gefälscht, gefaked oder schlichtweg herausgeschnitten worden. Konkret geht es um Äußerungen des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) bezüglich der Pressefreiheit und des Portals „Nius“. Hahne behauptet, dass Lanz in seiner Sendung Beatrix von Storch (AfD) vorgeführt habe, indem er behauptete, Günther habe bestimmte Dinge nie gesagt – obwohl Videoaufzeichnungen das Gegenteil beweisen sollen.

„Das Volk wird für blöd erklärt“, wettert Hahne. Er bezieht sich auf ein Telefonat zwischen Markus Lanz und dem Journalisten Julian Reichelt, in dem Lanz angeblich eingestanden habe, dass Dinge „so gelaufen sind“. Für Hahne ist das Maß voll: „Was hier passiert, ist keine gewöhnliche Rede, es ist roter Alarm.“

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Das ZDF: Ein Parteisender der Union?

Peter Hahne belässt es nicht bei Kritik an einer einzelnen Sendung. Er seziert die Strukturen des ZDF mit der Präzision eines Insiders, der jeden Winkel des Lerchenbergs kennt. Sein Befund: Der Sender sei fest in der Hand von CDU und CSU.

Hahne fordert eine „große weiße Wand“, an die man das Organigramm des ZDF projizieren solle. Ganz oben: der Fernsehrat und der Verwaltungsrat. Der Verwaltungsrat, so Hahne, sei das eigentliche Machtzentrum, denn hier würden Verträge und Gehälter der Top-Personalien – von Intendanten bis zu Star-Moderatoren wie Böhmermann oder Lanz – abgesegnet. Und wer sitzt dort an entscheidender Stelle? Laut Hahne sind es Politiker wie Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.

„Die mächtigste Partei im ZDF ist die CDU/CSU“, stellt Hahne fest. Selbst der Intendant Norbert Himmler sei durch eine Kampfabstimmung der Union ins Amt gekommen. Hahne, der selbst Mitglied der Programmdirektion war, berichtet aus eigener Erfahrung: „Wenn eine Unterschrift fehlt von einem Ministerpräsidenten, dann wird gefeilscht.“

Der Fall Daniel Günther: Ein Angriff auf das Grundgesetz?

Besonders emotional wird der TV-Veteran, wenn es um Daniel Günther geht. Der CDU-Politiker hatte auf einer Parteiveranstaltung Äußerungen getätigt, die viele als Angriff auf die Pressefreiheit werteten. „Die Medien sind nicht heilig“, soll Günther gesagt haben, und suggeriert haben, man könne gegen unliebsame Berichterstattung vorgehen.

Peter Hahne wird 65: Klartext statt Kuschelthesen

Für Hahne ist das ein Dammbruch. „Ein Ministerpräsident, der so etwas sagt, ist ein Angriff gegen das Grundgesetz, ein Angriff gegen die Meinungsfreiheit“, poltert er. In jeder funktionierenden Demokratie wäre dies das Ende einer Karriere. Doch was passiert stattdessen? Schweigen. Friedrich Merz schweigt, Markus Söder schweigt. Und das ZDF? Es versuche, so Hahne, den Mann zu schützen, indem man Kritiker wie von Storch als Lügner darstellt, obwohl die Fakten eine andere Sprache sprechen.

Hahne zieht einen bitteren Vergleich: „Stell dir nur einmal vor, ein AfD-Mitglied hätte so etwas gesagt. Die Tagesschau würde diese Clips in Dauerschleife senden.“ Hier aber erlebe man Schutz, Schweigen und Schadensbegrenzung.

Verkehrslenkung statt Journalismus

Das Fazit von Peter Hahne ist vernichtend. Was heute im öffentlich-rechtlichen Rundfunk stattfinde, sei kein Journalismus mehr, sondern „Verkehrslenkung“. Es gehe darum, dem Zuschauer den „richtigen“ Weg zu weisen, Kritik an den Etablierten zu unterbinden und die Opposition – sei es politisch oder medial – zu diskreditieren.

Als Beweis führt er an, dass bei entscheidenden Debatten in den Mediatheken oder auf YouTube oft die Kommentarfunktionen abgeschaltet würden. „Genau da, wo man weiß, da jubelt das Volk den Falschen zu, werden die Kommentare einfach abgestellt.“

Markus Lanz: Friedrich Merz zieht scharfe Kritik auf sich | Kölner  Stadt-Anzeiger

Transparenz statt Faktenchecks

Hahnes Appell ist deutlich: Wir brauchen keine weiteren „Faktenchecker“, die oft selbst parteiisch seien. Wir brauchen einen „Transparenzcheck“. Die Sender müssten offenlegen, wer entscheidet, wer bezahlt, wer schützt. Er fordert die Zuschauer auf, nicht alles blind zu glauben, sondern selbst zu recherchieren: „Googeln Sie, welche Parteileute da sitzen, wie das alles zusammenhängt.“

Die Wutrede von Peter Hahne ist ein Weckruf. Sie zeigt, wie tief das Misstrauen zwischen Medienmachern, Politik und Publikum mittlerweile sitzt. Wenn ein Mann, der das System von innen kennt wie kaum ein anderer, von „gefälscht“ und „gefaked“ spricht, dann wiegt das schwerer als jede Kritik von außen. Es bleibt abzuwarten, ob Markus Lanz oder das ZDF auf diese massiven Vorwürfe reagieren werden. Doch eines ist sicher: Die Debatte um die Unabhängigkeit unserer Medien ist neu entfacht – und sie wird so schnell nicht verstummen.

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