Berlin – Es sind Szenen, die man sonst nur aus Polit-Thrillern kennt, doch am heutigen Vormittag wurden sie im Deutschen Bundestag bittere Realität. Was als „Aktuelle Stunde“ zum Thema Transparenz in der Regierungsarbeit begann, endete in einem noch nie dagewesenen Eklat, der die politische Landschaft der Bundesrepublik in ihren Grundfesten erschüttert. Friedrich Merz, der amtierende Bundeskanzler, verließ mitten in einer Rede der Oppositionsführerin Alice Weidel fluchtartig den Plenarsaal – sichtlich nervös, blass und ohne den Versuch einer inhaltlichen Verteidigung.
Vorausgegangen war eine minutiöse Demontage durch die AfD-Chefin, die mit einem unscheinbaren roten Ordner ans Rednerpult getreten war. Was sie daraus hervorholte, könnte, sollten sich die Vorwürfe juristisch bestätigen, den größten Korruptionsskandal der Nachkriegsgeschichte markieren.
Der 3. Dezember 2025: Ein verhängnisvolles Abendessen?
Die Atmosphäre im Plenarsaal schlug augenblicklich um, als Weidel ihre Rede nicht mit politischen Floskeln, sondern mit einer präzisen Frage eröffnete: „Wo waren Sie am Abend des 3. Dezember 2025?“ Während Merz zunächst noch versuchte, die Frage als absurd abzutun, lieferte Weidel die Antwort gleich selbst. Sie präsentierte Flugdaten eines Privatjets von Berlin nach Zürich und Überwachungsfotos einer Villa am Zürichsee.
Auf dem Foto: Friedrich Merz. Sein Gesprächspartner: Dimitri Wolkow, ein russischer Oligarch und enger Vertrauter des Kreml, der seit Jahren auf den Sanktionslisten der EU steht. Die Stille im Saal war greifbar, als Weidel das Bild in die Kameras hielt. Merz‘ Einwand, es habe sich um ein „privates Abendessen“ gehandelt, wirkte angesichts der Identität seines Gastgebers wie ein verzweifelter Rettungsversuch.
Der „rote Ordner“ der Wahrheit
Doch Weidel beließ es nicht bei Fotos. Stück für Stück zog sie Dokumente aus ihrem Ordner, die eine beängstigende Beweiskette formten. Ein Gesprächsprotokoll des Treffens soll belegen, dass über konkrete politische Gegenleistungen verhandelt wurde: Die Lockerung von EU-Sanktionen, die Wiederaufnahme von Gaslieferungen durch Gazprom und die Blockade weiterer Waffenlieferungen an die Ukraine.
Besonders brisant: Weidel verknüpfte diese angeblichen Absprachen direkt mit dem Regierungshandeln der letzten Wochen. Die Verzögerung der Lieferung von 50 Leopard-Panzern im Januar 2026, offiziell mit technischen Mängeln begründet, erscheint in diesem neuen Licht nicht mehr als bürokratische Panne, sondern als Erfüllung eines vertraglichen Deals mit Moskau.
Die Spur des Geldes: 8,5 Millionen Euro

Der wohl schwerwiegendste Vorwurf betrifft jedoch die direkte Bestechlichkeit. Unter den ungläubigen Blicken der Abgeordneten – selbst aus den Reihen der Union – präsentierte Weidel einen Kontoauszug von den Cayman Islands. Empfänger einer Überweisung von 8,5 Millionen Euro soll eine Stiftung namens „Zukunft Deutschland“ sein, deren einziger Begünstigter Friedrich Merz sei. Absender: Eine zyprische Briefkastenfirma aus dem Geflecht des Oligarchen Wolkow.
„Sie haben mit dem Feind verhandelt, während deutsche Soldaten im NATO-Osten sitzen“, donnerte Weidel ins Plenum. Als sie dann noch eine entschlüsselte E-Mail zitierte, in der von einer „ersten Rate“ die Rede war, und ein abgehörtes Telefonat erwähnte, in dem Merz von der russischen Seite als „Investition“ bezeichnet wurde, brach im Saal das Chaos aus.
Die Flucht des Kanzlers
Was dann geschah, wird als Bildsymbol dieses Tages bleiben: Friedrich Merz, sonst bekannt für seine rhetorische Härte, raffte hastig seine Akten zusammen. Er drehte sich um und verließ fast rennend den Saal durch einen Seitenausgang, während Weidel ihm noch hinterherrief: „Der Bundeskanzler flieht vor der Wahrheit!“
Sicherheitskräfte und Mitarbeiter eilten ihm hinterher, doch der Schaden war angerichtet. Das Bild eines fliehenden Kanzlers, der sich den Vorwürfen nicht stellt, wirkt wie ein Schuldeingeständnis. In den sozialen Medien explodierten die Reaktionen innerhalb von Minuten. Unter Hashtags wie #LMFlied und #Landesverrat machen Hunderttausende ihrem Entsetzen Luft.
Ein politisches Erdbeben
Die Implikationen dieses Vormittags sind kaum abzusehen. Die Staatsanwaltschaft hat laut ersten Berichten bereits Ermittlungen aufgenommen. Sollten sich die Dokumente als authentisch erweisen, ist Friedrich Merz nicht mehr tragbar – nicht nur als Kanzler, sondern als freier Mann.
Alice Weidel hat an diesem Tag nicht nur eine Rede gehalten; sie hat eine Anklageschrift verlesen. Ihre Strategie, den politischen Gegner nicht mit Ideologie, sondern mit investigativen Enthüllungen zu attackieren, ging voll auf. Für die AfD ist dies ein Triumphzug, für die Demokratie eine Zerreißprobe.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob Merz eine Erklärung für die Dokumente, das Geld und das Treffen finden kann. Doch sein leerer Stuhl im Bundestag spricht vorerst eine deutlichere Sprache als jedes Dementi. Deutschland steht vor einer Regierungskrise historischen Ausmaßes.